Zölzer: Kanu-Autodachtransport

  • 6. Februar 2019

Seit 50 Jahren fertigt die Firma Heinz Zölzer Dachträger für den Bootstransport. Weltweit bestehen diese Träger aus zwei Leisten quer über die Fahrzeuge und vier Befestigungen. Die Leisten heißen bei uns Holme und die Befestigungen bei Fahrzeugen mit Reling Klemmbacken, bei den anderen Fahrzeugen Füße. Wir haben zwei verschiedene Holme: Unseren Standartholm für unsere Befestigungen und den Rapidholm für Thule Befestigungen. Auf den Rapidholm passen auch alle unsere Zubehörteile, der Holm ist nur unten für die Thulefüße geändert. Auf Thulefüße greifen wir zurück, wenn wir keine Befestigungsmöglichkeit für das entsprechende Fahrzeug haben. Beide Holme haben unten und oben Einschieberillen für unsere Vierkantmuttern, an denen die Trägerbefestigungen und das Zubehör befestigt werden. Unsere Holme sind bis 620 cm lieferbar. Nutensteine haben wir nicht, die gibt es höchstwahrscheinlich im Baumarkt.
Für Fahrzeuge, bei denen für Dachträger nichts vorgesehen ist, haben wir die Caravanschienen, die dann aufgeklebt werden müssen.

Die freien Klemmbacken wird es nicht mehr lange geben, da immer mehr Hersteller ihre Fahrzeuge mit den so genannten aufliegenden Relingen ausrüsten.
Busse und Wohnmobile werden oft mit C – Schienen ausgerüstet, die beste und sicherste Ausrüstung für Dachträger. Viele Fahrzeuge sind mit eingesetzten Gewinden ausgerüstet, manche mit 2 Stück für jeden Fuß.
Das Neueste und nicht besonders intelligenteste sind die sogenannten Pilzköpfe. Die sind nur von der Industrie so genannt, die haben oben wie bei Pilzen üblich, keinen runden „Deckel“, sondern nur einen runden Stift in Längsrichtung des Fahrzeuges. Unsere Träger sind alle mi 150 cm Holmen kalkuliert, wenn Sie andere Längen benötigen müssen Sie das bei der Bestellung angeben. Holme bevorraten wir von 120 cm bis 240 cm in 10 cm Abstufungen. Andere Maße kosten Sonderschnitt und dauern etwas länger. Mit einem Dachträger ohne Zubehör können Sie nicht viel anfangen.

Dachträgerzubehör:
Für ein Kajak haben wir Kajakmulden. Diese werden an der Seite montiert, dadurch ist es einfacher das Boot zu verzurren. Träger und Fahrgestell verkraften die einseitige Last ohne Probleme. In den Kajakmulden liegt das Boot an mehreren Stellen auf, zum Schutz des Unterbodens und mit den Ösen kann das Boot sicher verzurrt werden.
Für wuchtige Zweier und Kanadier haben wir die Gelenkbootshalter, diese passen sich gut an die Bootsformen an. Ösen sind daran nicht möglich, die Verzurrgurte werden um die Holme geführt.

Für Wildwasserboote und kleine Wanderboote werden meist die Ovalbügel verwendet, die auch an den Enden der Holme montiert werden, dann lassen sich die Boote einfach laden und zwischen den Ovalbügeln auf Schutzgummi können dann noch weitere Boote transportiert werden. Sind die Boote zu dick für die normalen Ovalbügel dann kommen die Ovalbügel verstellbar zum Einsatz.

Für Großfamilien, Vereine, Kanuschulen, Händler kommen die Mittelstützen zum Einsatz mit Schutzgummi und Endstützen oder Endstopfenösen an den Holmenden.
Die Boote werden von beiden Seiten an die Stützen gelehnt und zu den Holmen als Päckchen oder einzeln verzurrt.
Eine Unsitte ist die Boote Kieloben zu transportieren, das wollen die Boote nicht: Tragen sie mit einem Partner das Boot einmal verkehrt rum, es wehrt sich dagegen als wenn es lebendig wäre.
Wird ein zweites Boot transportiert, muss auf die Holmlängen geachtet werden. Für zwei Einer werden wohl gerade 120 cm ausreichen, bei zwei Zweiern oder zwei Kanadiern müssen diese schon um einiges breiter gewählt werden. Die erlaubte Breite bis Spiegel steht in den Fahrzeugpapieren.

Ladehilfen:
Das Beste ist unser Hublift für Fahrzeuge bis 2 Meter Höhe. Der Vorteil ist vor allem das Verzurren in Brusthöhe. Nach dem Hochschwingen werden nur noch die Sicherungsstifte eingesteckt und schon kann es losgehen.
Die Laderollen kommen in der Hauptsache für hohe Fahrzeuge in Frage, dann muss aber in der Regel ein 3. Holm am hinteren Ende des Daches montiert werden. Einfacher sind unsere seitlichen Ladehilfen: Einsteckbar und Aufbewahrung im Kofferraum oder ausziehbar, das Boot wird auf der ausziehbaren Ladehilfe transportiert.